Dehnen und Stretchen: Für einen gesunden Rücken und viel Lebensqualität

Unser Rücken ist ein anatomisches Wunderwerk, die Wirbelsäule ein Bewegungskünstler. Leider ist unser Körper immer seltener aufrecht und in Bewegung – wir sitzen zu viel. Dehn- und Stretchübungen mit dem five-Geräteparcour müssen fester Bestandteil unseres Alltags sein, wollen wir bis ins Alter belastbar und schmerzfrei bleiben.

Vieles ist uns ganz bewusst: Alkohol schadet der Leber, Rauchen belastet die Lunge. Dass Sitzen ebenfalls Gift für unseren Körper ist, darüber denken wir selten nach. Es sei denn, Rücken, Nacken oder Gesäß schmerzen. Ein klares Zeichen für Gegenwehr. Denn ursprünglich ist unser Rücken dafür konzipiert, für Stabilität zu sorgen, unsere Wirbelsäule gesund zu halten und uns sämtliche Bewegungen mit dem Oberkörper zu ermöglichen. Jeden Tag stundenlang am Esstisch, vor dem Computer oder auf der Couch zu sitzen, ist jedenfalls nicht seine natürliche Bestimmung.

Leider nötigt ihn unsere moderne Lebens- und Arbeitswelt immer mehr dazu. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, geben wir uns noch nicht einmal Mühe, richtig zu sitzen. Die wenigsten von uns haben einen höhenverstellbaren Schreibtisch, einen ergonomischen Bürostuhl oder ein Balancekissen. Wir stehen ungern zwischendurch auf und drehen selten den Nacken in andere Richtungen. Der Rücken versucht erst einen Ausgleich zu schaffen, indem er die Haltung verändert, wenn das nicht hilft, melden sich die Muskeln. Das kann sich von harmlosen Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen bis hin zu Hexenschuss, Bandscheibenvorfall und Arthrose entwickeln. Dann tut es richtig weh!

Wunderwerk Rücken: Stabil, sensibel, überlastet

Unser Rücken setzt sich aus kräftigen Muskeln und Gelenken, stabilen Bändern und Kapseln, Bandscheiben und der Wirbelsäule in doppelter S-Form zusammen. Letztere ist in rund 33 einzelne Wirbel und fünf Abschnitte unterteilt: die Halswirbelsäule, die Brustwirbelsäule, die Lendenwirbelsäule sowie das Kreuzbein und das Steißbein. Die unteren Wirbel haben die meiste Arbeit, sie müssen das größte Gewicht tragen – und sind daher besonders schmerzanfällig. Die gekrümmte Form dient dazu, Belastungen beim Gehen abzufedern. Obwohl der Rücken so stabil aufgebaut ist, ist er auch sensibel: Durch die Wirbel führen etliche Nerven (Rückenmark), die Signale (und Befehle) zwischen den Organen und dem Gehirn austauschen. Der Rücken nutzt sich im Prinzip nicht ab, vielmehr lebt er von alltäglichen Bewegungen. Je häufiger er jedoch Fehlbelastungen (oder Übergewicht, Stress und schlechten Matratzen) ausgesetzt ist, desto stärker wird er in Mitleidenschaft gezogen. So wie beim Sitzen: Dabei lastet der gesamte Oberkörper auf der Lendenwirbelsäule und dem Becken – anderthalb mal so viel wie im Stehen. Verspannungen, Verhärtungen und Reizungen sind typische funktionelle Folgeerscheinungen.

Schmerzhafte Fakten zum Thema Rücken:

  • Im Durchschnitt sitzen wir fast achtzig Prozent der Arbeitszeit, 6,4 Stunden täglich. Auf das Leben summiert sind das etwa 80.000 Stunden, Tendenz steigend!
  • Rund 70 Prozent aller Schmerzleidenden in Deutschland leiden an Rückenschmerzen – schätzungsweise jeder Dritte hat Beschwerden am Nacken- und Schultergürtel.
  • Jeder zwölfte Tag, den Erwerbstätige 2019 krankgeschrieben waren, ging auf das Konto von Rückenleiden. Das entspricht einem Anteil von 8,4 Prozent aller Krankschreibungstage.

Training mit five: Entspannen und Ausgleich schaffen, jeden Tag

Wir tun unserem Körper dann etwas Gutes, wenn Muskel- und Faszientraining, Dehnen und Stretchen so selbstverständlich werden wie etwa Zähneputzen. So viel Zeit und Durchhaltevermögen bringen die meisten erfahrungsgemäß nicht auf. Mit dem Geräteparcour von five kommt ihr schneller und effektiver zum Ziel – und zwar auf einem ganz neuen Level.

Der five-Basic-Parcour besteht aus elf Geräten, die unterschiedliche Körperteile in den Fokus nehmen, aber alle darauf abzielen, die Muskeln zu aktivieren und zu strecken. Der ganzheitliche Ansatz unterstützt nicht nur den Rücken, sondern alle Muskeln und Muskelketten, die mit ihm verbunden sind: Brust, Hüfte, Beine... Indem das Training statt auf einseitige Belastungen auf Gegen- und Rückwärtsbewegungen setzt, löst es Verspannungen und Blockaden. Die Muskeln ziehen sich in die Länge, werden beweglicher und dehnfähiger – wie in alten Zeiten. Schon ein paar Gegenbewegungen pro Tag bringen spürbare Erleichterungen, auch für das geistige Wohlbefinden. Die Übungen sind für jeden geeignet, unabhängig von Alter und Sportlichkeit.

Fazit: Wer weniger sitzt, ist später tot

Seid euch bewusst: Unser Rücken macht uns einzigartig, wir sind evolutionär bedingt das einzige Lebewesen, das aufrecht geht. Gelegentliches Zwicken ist noch kein Warnsignal dafür, dass der Rücken leidet – denn auch unsere Genetik hat einen Einfluss auf die Rückenbeschaffenheit. Werden die Schmerzen allerdings chronisch, ist der Weg zurück zur Rückengesundheit lang und belastend. Daher gilt auch hier, präventiv zu handeln: Weniger sitzen, alle 30 bis 60 Minuten aufstehen und bewegen, den Arbeitsplatz ergonomischer gestalten, Selbstmassagen anwenden – und ganz viel “five” machen. Denn ein gesunder Rücken bedeutet Lebensqualität!

Wir haben einen großen five-Geräteparcour in unseren Clubs, sprecht uns darauf an und wir zeigen euch passende Übungen!

 

Redaktion: Catrin Schreiner / sprachwürdig